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SUMMARY:Männliche Gewaltbereitschaft und Amok vor dem Hintergrund einer si
 ch zuspitzenden kapitalistischen Krisendynamik
LOCATION:Katholische Hochschulgemeinde\,  Löhrrondell 1A\, 56068 Koblenz
DESCRIPTION:Leni Wissen wird ihren Vortrag zum Krieg zwischen Russland und
  der Ukraine weiterführen und die globalen Erscheinungen einer zunehmenden
  Verrohung und Gewaltbereitschaft in den Blick nehmen. Dabei soll gezeigt 
 werden\, wie gerade in einer Dynamik\, die Menschen immer abhängiger werde
 n lässt von den globalen Krisenprozessen\, die eigene Autonomie\, die eige
 ne Freiheit umso heftiger verteidigt werden muss. Das sich als frei und au
 tonom wähnende (männliche) Subjekt ist immer ‚abhängiger‘\, ausgelieferter
 \, ohnmächtiger und ist darum umso mehr gezwungen\, die eigene Autonomie u
 nter Beweis zu stellen – und dies zur Not auch unter Anwendung von Gewalt.
  Dabei ist es nicht zufällig\, dass Männer häufiger ‚Täter‘ und Frauen häu
 figer ‚Opfer‘ von Gewalt sind.\n\nDie angedeutete Zunahme von Gewaltbereit
 schaft dürfte dabei leider ein globales Phänomen sein. Während sich hierzu
 lande die wachsende Gewaltbereitschaft noch eher in einer aggressiver werd
 enden Rhetorik (z.B. bei den Querdenkern\, Verschwörungsideolog*innen\, ab
 er auch in der Rhetorik von Politker*innen) zeigt\, wobei auch hier wie in
  anderen europäischen Ländern eine Zunahme von rassistisch\, sexistischer\
 , antisemitisch motivierter Gewalt zu beobachten ist\, eskaliert die Gewal
 t in ärmeren und noch krisengeschüttelteren Teilen der Welt immer offener 
 und begleitet den Alltag von Menschen schon länger. So wird immer wieder v
 on Femiziden vor allem aus Brasilien\, Indien oder Südafrika berichtet\, a
 ber auch die Gewaltexzesse innerhalb von Bandenkonflikten in Zentralamerik
 a und die weiter an der Tagesordnung stehenden Selbstmordattentaten im sog
 . Nahen und Mittleren Osten zeugen hiervon. Dabei können die gerade angede
 uteten Phänomene sicherlich nicht über einen Kamm geschert werden: so ist 
 die Bandenkriminalität vor allem von der Umkämpfung illegaler Märkte geprä
 gt und von Femiziden zu unterscheiden\, bei denen Männer mehr oder weniger
  ‚einfach so‘ – bzw. aus einer gekränkten Ehre heraus – Frauen ermorden. B
 eide Phänomene sind dennoch verbunden über die globale Krisendynamik und e
 ine männliche gefärbte Krisenverarbeitung\, in der Gewalt bzw. Gewaltberei
 tschaft eine nicht zu unterschätzende Größe darstellt.\n\nDie Veranstaltun
 g findet ‚hybrid’ statt\, d.h. online-Teilnahme ist möglich: Anmeldung unt
 er\n\ninfo [at] oekumenisches-netz.de\n\nOrt: KHG Koblenz (Löhrrondell 1a\
 , neben der Herz-Jesu-Kirche)\n\nKooperationspartner: Ökumenisches Netz Rh
 ein-Mosel-Saar\, KEB und KHG sowie pax christi Gruppe Koblenz.
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